Schulwahl und sozio-kulturelle Passung
Einzelschulwahl, Schulqualität und Schulträgerspezifik unter besonderer Berücksichtigung von Schulen in freier Trägerschaft

Wer hat teilgenommen?

Insgesamt haben 1097 Eltern, die ihr Kind zum Schuljahr 2015/16 eingeschult haben, unseren Fragebogen ausgefüllt, wobei vor allem die Mütter an unserer Befragung teilgenommen haben (82% vs. 18% Väter).

Von unseren befragten Eltern haben etwa 32% eine Privatschule für ihr Kind gewählt, 68% der Kinder besuchen eine öffentliche Schule. Der hohe Anteil an Kindern in unserer Stichprobe, die eine private Grundschule besuchen, ist durch unsere Stichprobenziehung und Fragestellung begründet und liegt über dem durchschnittlichen Anteil in Berlin (7,5% für das Schuljahr 2014/15 ohne Waldorfschule; Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (2015): Blickpunkt Schule, Seite 3).

Insgesamt besuchen die Kinder unserer Stichprobe 119 verschiedene Schulen, was fast 25% der Berliner Grundschulen entspricht. Aufgrund der von uns ausgewählten Schulen, verteilen sich die Wohnorte der Kinder und Eltern, die an unserem Forschungsprojekt teilgenommen haben, nicht ganz gleichmäßig über Berlin, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

BezirkAnteil aller beantworteten Fragebögen
Mitte14,3%
Friedrichshain-Kreuzberg16,9%
Pankow18,7%
Charlottenburg-Wilmersdorf8,3%
Spandau1,8%
Steglitz-Zehlendorf11,1%
Tempelhof-Schöneberg6,9%
Neukölln5,0%
Treptow-Köpenick2,8%
Marzahn-Hellersdorf6,1%
Lichtenberg3,4%
Reinickendorf2,6%
Brandenburg2,2%

Neben den Eltern, wurden auch die Schulleitungen aller privaten und öffentlichen Grundschulen angeschrieben: Hier kamen 197 Fragebögen zurück, was 41 % aller Grundschulen in Berlin entspricht. Davon waren etwa 14% private und 86% öffentliche Schulen.

Für den qualitativen Teil unserer Studie finden gegenwärtig Interviews statt.

Wir bedanken uns bei allen Eltern und Schulen, die unser Forschungsprojekt CHOICE unterstützen!

Was sind die Ursachen für den Anstieg der Privatschulzahlen?

Seit 1992 steigt in Deutschland sowohl der Anteil der Privatschulen als auch der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine Privatschule besuchen. Im Schuljahr 2015/16 besuchten deutschlandweit rund 9% aller Schülerinnen und Schüler eine Schule in freier Trägerschaft. Dabei gibt jedoch große Unterschiede zwischen den Bundesländern:

Anteil der Schüler an privaten Schulen

Daten: Statistisches Bundesamt (2014): Bildung und Kultur, Private Schulen (Schuljahr 2013/14). Eigene Berechnungen und Darstellung

In den westdeutschen Flächenländern schwankt der Anteil an Privatschülerinnen und -schülern zwischen 4% und 12%, wobei nur wenige Kinder private Grundschulen besuchen (unter 4%). In den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sowie in den ostdeutschen Bundesländern gibt es im Gegensatz dazu einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern, die an privaten Grundschulen (5% bis 11%) aber auch an weiterführenden Schulen in freier Trägerschaft unterrichtet werden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind teilweise darauf zurückzuführen, dass es in der ehemaligen DDR keine Privatschulen gab und diese nach der Wende dort in großer Zahl erst neu gegründet wurden. Jedoch kann der hohe Anteil an privaten Schulen und vor allem der Grundschulen nicht allein durch diesen Nachholeffekt erklärt werden. Heute liegt der Anteil privater Schulen in Ostdeutschland deutlich über dem Niveau der westdeutschen Bundesländer.

Vermutlich sind verschiedene weitere Ursachen und Gründe dafür verantwortlich, dass Privatschulen in Deutschland und insbesondere private Grundschulen in Ostdeutschland und den Stadtstaaten immer mehr nachgefragt werden. So werden vor allem in strukturschwachen und dünn besiedelten Gebieten immer mehr öffentliche Grundschulen geschlossen oder zusammengelegt, weil die Zahl schulpflichtiger Kinder abnimmt. Mancherorts tritt an die Stelle der geschlossenen öffentlichen Schule eine Privatschule, da diese keine Vorgaben wie beispielsweise eine Mindest-Klassengröße einhalten muss. Ob diese neu gegründeten Privatschulen jedoch dauerhaft bestehen bleiben, ist fraglich, denn auch diese benötigen genügend Schülerinnen und Schüler für den Schulbetrieb.

Ein weiterer Grund für den stetigen Anstieg privater Schulen könnte sein, dass die Menschen immer weniger den staatlichen Institutionen vertrauen, wozu auch die Schule zählt. Diese Entwicklung wurde beispielsweise durch das schlechte Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in Vergleichsstudien wie PISA noch verstärkt. Jedoch kann PISA nicht als der (alleinige) Auslöser für den „Privatschulboom“ angesehen werden, da es bereits schon vor der Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse einen starken Zuwachs an Privatschulen gab.

Eine andere Ursache für die Zunahme von Privatschulen könnte sein, dass die Eltern sich hinsichtlich ihrer Erziehungsvorstellungen immer mehr unterscheiden. Diese unterschiedlichen Wünsche können Privatschulen mit ihrer Vielfalt an pädagogischen Konzepten und Schwerpunkten gut bedienen, auch wenn öffentliche Schulen hier ebenfalls immer mehr Angebote entwickeln.

Detailliertere Ergebnisse hierzu finden Sie in: Koinzer, Thomas; Mayer, Tanja (2015). Private Schulen - Entwicklung und empirische Befunde unter besonderer Berücksichtigung des Grundschulwesens. Zeitschrift für Grundschulforschung, 8 (2015), Heft 2, S.28-41. Ebenfalls veröffentlicht auf der Homepage der Böll-Stiftung: https://www.boell.de/sites/default/files/uploads/2016/08/artikel_grundschulforschung.pdf

Was sind die Auslöser für die Abkehr aus dem öffentlichen Schulsystem?

Bislang ist noch ungeklärt, ob es bestimmte Ursachen gibt, warum Eltern überhaupt auf die Idee kommen, eine Privatschule zu wählen. In den von uns durchgeführten Interviews mit Eltern, die ihr Kind an einer privaten Grundschule eingeschult haben, konnten wir drei Auslöser identifizieren: Die Schulbiografie der Eltern, die Schulwahlentscheidungen bei älteren Geschwisterkindern und einzelne Informationen kurz vor der Einschulung.

  1. Manche Eltern, die in ihrer eigenen Schulzeit schlechte Erfahrungen mit öffentlichen Schulen gemacht haben, suchen für ihr eigenes Kind nach Alternativen. Eine Möglichkeit kann hier eine Privatschule sein, mit der die Hoffnung verknüpft ist, dass das Kind eine bessere Schulzeit haben wird. Ebenfalls können positive Erfahrungen der Eltern in ihrer eigenen Schulzeit an einer Privatschule dazu führen, dass sie für das eigene Kind eine solche Schule wählen. Hier können also auch Familientraditionen eine Rolle spielen.

  2. Daneben können Schulerfahrungen durch ältere Geschwisterkinder dazu führen, dass Eltern sich für eine Privatschule entscheiden. Vor allem wenn ältere Geschwister an öffentlichen Schulen Probleme hatten oder es andere negative Vorerfahrungen in der Familie gab, suchen manche Eltern nach Alternativen zur staatlichen Beschulung. Andererseits zeigt sich, dass wenn für ältere Kinder bereits eine Privatschule gewählt wurde und die Eltern damit zufrieden waren, diese Wahl bei jüngeren Kindern wiederholt wird.

  3. Zuletzt können auch neue (negative) Informationen, die die Eltern kurz vor der Einschulung ihres Kindes an einer öffentlichen Schule bekommen, dazu beitragen, dass sie sich noch einmal um entscheiden. Da ein Wechsel an eine andere öffentliche Schule so kurz vor Schuljahresbeginn nicht mehr möglich ist, bleibt den Familien nur noch die Wahl einer Privatschule. Diese können Schüler und Schülerinnen auch kurzfristig aufnehmen, weil sie nicht an vorgegebene Fristen und Aufnahmeregelungen gebunden sind.

Diese drei Auslöser wurden uns von den interviewten Eltern berichtet. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Auslöser immer zur Wahl einer Privatschule führen müssen. Auch können andere Auslöser für die Wahl einer Privatschule möglich sein – hierfür müsste man noch mehr Eltern befragen.

Welche Eltern wählen eine Schule für ihr Kind aus und welche nicht?

Obwohl in Berlin im Grundschulbereich das sogenannte Sprengelprinzip bei der Einschulung gilt und somit eigentlich keine Schulwahl möglich ist, finden immer mehr Eltern einen Weg ihr Kind dennoch an einer anderen Schule anzumelden. Die Befragung CHOICE hat gezeigt, dass Eltern, die aktiv eine Schule für ihr Kind wählen, sich vor allem über die Homepages der Schulen informieren. Zudem greifen sie auf Erfahrungen von Freunden und Bekannten sowie auf Angebote zurück, die ihnen die Möglichkeit geben, sich einen persönlichen Eindruck von der Schule zu machen (z.B. Tag der offenen Tür).

Ausschlaggebend für die Schulwahlentscheidung der wählenden Eltern sind vor allem die Schulatmosphäre, die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und das Schulprofil. Eltern, die keine andere Schule für ihr Kind gewählt haben, nennen hingegen häufiger pragmatische Kriterien wie einen kurzen Schulweg oder den Wunsch des Kindes, diese Schule zu besuchen. Insgesamt zeigen die Daten, dass den befragten Grundschuleltern vor allem eine Pädagogik wichtig ist, die die Kinder und deren Entwicklung in den Mittelpunkt stellt.

Detailliertere Ergebnisse hierzu finden Sie in:
Schwarz, Judith; Habeck, Corinna; Gruehn, Sabine; Koinzer, Thomas (2017): School Choice in German Primary Schools. In: Koinzer, Thomas; Nikolai, Rita; Waldow, Florian (Hg.): Private Schools and School Choice in Compulsory Education. Wiesbaden: Springer Verlag, S.177-199. Online verfügbar unter: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17104-9_11

Welche Eltern wählen eine private Schule für ihr Kind aus und welche eine öffentliche Schule?

Eltern, die sich gegen ihre Einzugsgrundschule entschieden haben, wählen sowohl private Schulen als auch andere öffentliche Schulen aktiv aus. Darüber hinaus hat die Hälfte der Eltern, deren Kind in eine öffentliche Grundschule eingeschult wurde, während des Schulwahlprozesses auch über eine private Schule nachgedacht.

Mit Blick auf das Informationsverhalten bestehen nahezu keinerlei Unterschiede zwischen Eltern an öffentlichen und privaten Grundschulen. Im Durchschnitt haben sie sich anhand von persönlichen Eindrücken (z.B. am Tag der offenen Tür), Schulhomepages und Erfahrungen von Freunden und Verwandten über drei bis vier Schulen informiert. Privatschuleltern greifen lediglich häufiger auf Informationsbroschüren zurück, die vermutlich von Privatschulen häufiger angeboten werden.

Welche Aspekte spielen nun eine wichtige Rolle bei der Schulwahl? Die Studie zeigt, dass deutliche Unterschiede zwischen beiden Elterngruppen bestehen: Eltern an öffentlichen Grundschulen betonen vor allem pragmatische Kriterien (z.B. Nähe der Schule, Wunsch des Kindes) bei ihrer Schulwahl. Privatschuleltern führen im Gegensatz dazu größtenteils Charakteristika der einzelnen Schule (z.B. Schulprofil, Schulklima, Ausstattung) an. In Bezug auf die Schulqualität wird deutlich, dass Privatschuleltern das Leistungsniveau, das pädagogische Konzept und die Ausstattung der Schule höher einschätzen. Hingegen bestehen keine Unterschiede bei leistungsbezogenen Schulwahlgründen (z.B. Ruf der Schule, hoher Leistungsstandard), was auf die insgesamt sehr bildungsorientierte Elternschaft in dieser Untersuchung zurückzuführen ist.

Detailliertere Ergebnisse hierzu finden Sie in:
Habeck, Corinna; Schwarz, Judith; Gruehn Sabine; Koinzer, Thomas (2017): Public and Private School Choice in the German Primary Education Sector: An Empirical Analysis of Parental Reasons. In: Koinzer, Thomas; Nikolai, Rita; Waldow, Florian (Hg.): Private Schools and School Choice in Compulsory Education. Wiesbaden: Springer Verlag, S.177-199. Online verfügbar unter: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17104-9_12

Welche Rolle spielt die Schulqualität bei der Wahl einer Grundschule?

Privatschulen haben in den letzten 20 Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Gründe für ihre Attraktivität sind dabei noch größtenteils unbekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die von den Eltern wahrgenommenen Mängel an öffentlichen Schulen die Wahl beeinflussen.

Um die Wahlentscheidung von Eltern besser nachvollziehen zu können, wurden im Rahmen des Forschungsprojektes CHOICE Eltern von Erstklässlern an öffentlichen und privaten Grundschulen nicht nur zu Beginn, sondern auch am Ende des ersten Schuljahres zur ihrer Schulwahl befragt. Erste Ergebnisse der zweiten Befragung zeigen, dass die Mehrheit aller Eltern (68 %) mit der Schule ihres Kindes zufrieden ist. Auch die Erwartungen, die die Eltern vor der Einschulung mit der Schule ihres Kindes verbunden haben, wurden größtenteils erfüllt. Allerdings decken sich die Erwartungen der Eltern, deren Kind eine öffentliche Schule besucht, seltener mit der vorgefundenen Situation als bei den Eltern, die sich für eine Privatschule entschieden haben. Zudem haben letztere auch insgesamt höhere Erwartungen an die Schule.

Bezogen auf die Schulqualität zeigt sich, dass Eltern, die sich für eine Privatschule entschieden haben, beispielsweise das Leistungsniveau, den Zustand der Schule und die pädagogische Arbeit sowohl vor als auch nach der Einschulung deutlich höher einstufen als Eltern, deren Kind eine öffentliche Schule besucht. Allerdings sind die positiven Einschätzungen der verschiedenen Schulqualitätsaspekte in beiden Elterngruppen nach der Einschulung zurückgegangen.

Im Gegensatz zu den Eltern von Privatschülern kritisieren Eltern, deren Kind eine öffentliche Schule besucht, häufiger die mangelhafte technische Ausstattung, die räumlichen Gegebenheiten der Schulen sowie das teilweise raue Schulklima. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in den offen erfragten Verbesserungsvorschlägen wider: Eltern von Erstklässlern an öffentlichen Schulen nannten hier vor allem materielle und personelle Ressourcen der Schulen als verbesserungswürdig.

Wie sind die privaten Grundschulen in Berlin verteilt?

Private Grundschulen in Berlin sind nicht gleichmäßig über die Stadt verteilt. Während in einigen Bezirken wie Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf oder Pankow mehr als jede vierte Grundschule eine Privatschule ist, befindet sich in Bezirken wie Lichtenberg, Tempelhof-Schöneberg oder Neukölln nur jede zehnte Grundschule in privater Trägerschaft.

Um diese ungleiche Verteilung besser zu verstehen, haben wir uns angesehen, ob es einen Zusammenhang zwischen der Kinderarmut in den Nachbarschaften und der Anzahl privater Grundschulen in Berlin gibt. Nachbarschaften, die von einer hohen Kinderarmut betroffen sind, zeichnen sich dadurch aus, dass Kinder bis 15 Jahren in Familien leben, die staatliche Unterstützungsleistungen wie Arbeitslosengeld oder Hartz IV bekommen. In dieser Karte sieht man, wie hoch der Anteil der Kinderarmut in den einzelnen Nachbarschaften ist:

Anteil der Schüler an privaten Schulen

Daten: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (2015): Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015. Karte: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (2013): Lebensweltlich Orientierte Räume (LOR) in Berlin; Eigene Berechnungen und Darstellungen.

Wir konnten feststellen, dass in Nachbarschaften mit einer niedrigen Quote an Kinderarmut (0-10%) deutlich mehr private Grundschulen zu finden sind als in Nachbarschaften mit einem hohen Anteil an Kinderarmut (mehr als 50%). Jedoch zeigt sich, dass der Standort auch vom Immobilienmarkt und den verfügbaren Standorten beeinflusst wird, da es nur wenige Gebäude in der Stadt gibt, die für eine Privatschule geeignet sind. Schulen, die von der katholischen oder evangelischen Kirche betrieben werden, sind hingegen recht gleichmäßig über die Stadt verteilt. Dies könnte daran liegen, dass diese Schulen häufig an Gemeinden angebunden sind und auch auf Gebäude oder Grundstücke im Besitz der Kirche zurückgreifen können. Aus diesen beiden Gründen sind auch in Nachbarschaften mit einer hohen Kinderarmutsquote (40-50%) vergleichsweise viele Privatschulen anzutreffen:

Anteil der Schüler an privaten Schulen

Daten: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (2015): Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015 und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (2015)Schulfinder; Eigene Berechnungen und Darstellungen.

Ob es viele oder wenige Privatschulen in der Nachbarschaft gibt, beeinflusst auch, ob Eltern überhaupt eine Privatschule wählen, denn für viele ist ein kurzer Schulweg ausschlaggebend. Weitere Analysen der Elterninterviews zeigen außerdem, dass Eltern die Wahl einer Privatschule auch in Abhängigkeit von der Nachbarschaft und den dort lebenden Familien treffen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass einige Eltern bereits vor der Einschulung ihres Kindes in eine Nachbarschaft umziehen, in der es ein für sie passendes Schulangebot gibt.

Detailliertere Ergebnisse hierzu finden Sie in: Mayer, Tanja (2017). School Choice and the Urban Neighbourhood: Segregation Processes in the German Primary Sector with Special Reference to Private Schools. In: Koinzer, Thomas; Nikolai, Rita; Waldow, Florian (Hg.): Private Schools and School Choice in Compulsory Education. Wiesbaden: Springer Verlag, S.153-175. Online verfügbar unter: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17104-9_10